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Starkes Schwitzen

15. Juli 2022

Es ist heiß – und alle schwitzen. Aber schwitzt du mehr als du solltest? Kommt es neben dem Schwitzen zu weiteren Krankheitsanzeichen, ist ein Arztbesuch ratsam. Sind Erkrankungen ausgeschlossen, hilft ein Besuch in deiner Apotheke, denn wir beraten über diverse Hilfsmittel gegen starkes Schwitzen, z.B. Antitranspirantien, die die Schweißproduktion mindern. Sprich uns gerne darauf an!

Schwitzen gehört zum Menschsein dazu: Unsere körpereigene Klimaanlage sorgt sogar dafür, dass wir mehr Leistung erbringen, wenn wir schwitzen. Pro Tag schwitzt der Mensch mindestens einen halben Liter Wasser aus. Wenn er sich körperlich betätigt, können es sogar bis zu sechs Liter werden. Die folgende Checkliste plus Tipps zeigen, ob das Schwitzen noch normal ist und was sich dagegen tun lässt.

1. Ist Stress der Grund für das Schwitzen?

Jede Person reagiert anders auf besondere Lebensumstände. Eines ist aber bei allen Menschen gleich: Sie geraten in unerwarteten Situationen leicht ins Schwitzen. Dabei werden Stresshormone ausgeschüttet, die unter anderem zur vermehrten Schweißbildung führen. Das ist erst einmal eine völlig normale Reaktion des Körpers. Bei starkem Schwitzen, das durch Angst, Lampenfieber und Aufregung hervorgerufen wird, hilft autogenes Training oder pflanzliche Beruhigungsmittel wie Lavendel, Hopfen, Baldrian oder Passionsblume.

2. Treten neben dem Schwitzen weitere Symptome auf?

Kommt es neben dem Schwitzen zu weiteren Krankheitsanzeichen, ist ein Arztbesuch ratsam. Bei Kaltschweißigkeit mit blasser, fahler Haut und Luftnot kann es sich unter Umständen um einen Herzinfarkt handeln und eine sofortige notärztliche Versorgung ist nötig. Auch im Falle einer Diabeteserkrankung kann es zu plötzlichen Schweißausbrüchen mit Zittern, Heißhunger und eventuell sogar Benommenheit bis hin zur Bewusstlosigkeit kommen. Apothekerinnen und Apotheker empfehlen dann die schnelle Zufuhr von Zucker, Fruchtsäften oder Traubenzucker. Sollte dies nicht zu einer Verbesserung der Situation führen, muss eine Notärztin oder ein Notarzt gerufen werden. Gehen mit übermäßigem Schwitzen Wärmeüberempfindlichkeit, Zittern und Nervosität einher, sollte ebenfalls ein Arzt aufgesucht werden. Manchmal steckt z.B. eine Unterfunktion der Schilddrüse hinter solchen Symptomen.

Nachtschweiß kann auch ein Hinweis auf eine Viruserkrankung sein, wenn zusätzlich Abgeschlagenheit und Fieber auftreten. Dauern diese Krankheitszeichen länger als drei Tage und steigt die Körpertemperatur über 40 Grad, ist das auch ein Fall für den Arzt.

Starkes Schwitzen kann auch hormonbedingt sein, so klagen Frauen in den Wechseljahren häufig über Hitzewallungen mit Schweißausbrüchen.

3. Starkes Schwitzen mit hygienisch kosmetischen Maßnahmen lindern

Sind ernsthafte Erkrankungen, Wechselwirkungen oder Nebenwirkungen von Arzneimitteln ausgeschlossen, hilft ein Besuch in einer Apotheke vor Ort. Apothekerinnen und Apotheker beraten über diverse Hilfsmittel gegen starkes Schwitzen, z.B. Antitranspirantien, die die Schweißproduktion mindern, indem sie die Schweißdrüsen verengen. Deodorants hingegen überdecken den Schweißgeruch mit Hilfe von Duftstoffen, die oft eine bakterienhemmende Wirkung haben. Sie reduzieren allerdings die Schweißmenge nicht.

Auch Körperpuder ist eine sanfte Methode gegen Schwitzen: An einigen Stellen wie unter der Brust oder zwischen den Oberschenkeln sorgt Körperpuder für Trockenheit und beugt so zusätzlich einem lästigen Pilzbefall vor. Puder hilft auch gegen Schweißfüße.

4. Auf Körperhygiene achten

Auch tägliches Duschen und das Entfernen der Haare unter den Achseln vermindern die Bakterienvermehrung und somit den lästigen Schweißgeruch. Besonders wirksam sind z. B. Waschungen mit Salbeitee, der antibakteriell wirkt, oder Bäder mit Eichenrindensud. Eichenrinde wirkt zusammenziehend, juckreizstillend und antiseptisch.

5. Auf die Ernährung achten

Auch die Ernährung beeinflusst die Schweißbildung. Wer stark schwitzt, dem wird geraten, auf Nervengifte wie Nikotin, Koffein, sowie scharfe Speisen oder Purine zu verzichten. Purine sind in Lebensmitteln und vor allem in Fleisch, Sojaprodukten, Hülsenfrüchten, Schalen- und Krustentieren sowie in Kohl, Spinat und Spargel enthalten.

6. Mit der richtigen Kleidung das Schwitzen reduzieren

Vor allem Baumwolle oder geeignete Funktionskleidung eignen sich für Menschen, die stärker schwitzen. Diese Stoffe haben eine höhere Saugkraft und nehmen die Nässe vom Körper auf. Die benutzte Kleidung sollte bei mindestens 40 Grad gewaschen werden. Das tötet die Bakterien ab und der Geruch verschwindet. 

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