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Medikamente statt Insulin

15. April 2020

Ohne Frage spielt Insulin die erste Geige beim Typ-2-Diabetes, wenn andere Arzneistoffe nicht mehr ausreichend wirken oder der Blutzucker vorübergehend stark außer Kontrolle gerät. Allerdings lässt sich die Zeit bis zur Insulingabe dank sogenannter GLP-1-Rezeptoragonisten (RA) in vielen Fällen länger hinauszögern, heißt es in der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten.

GLP-1-Rezeptoragonisten wie Liraglutid und Exenatid werden nicht nur wegen ihres blutzuckersenkenden Potenzials geschätzt. Studien konnten im Verlauf der vergangenen Jahre zeigen, dass sie keine Unterzuckerungstendenz zeigen, das Sättigungsgefühl steigern, die Gewichtsabnahme erleichtern, den Blutdruck leicht zu senken vermögen und Herz- und Gefäß-schützende Effekte aufweisen.

Seit Ende 2018 empfehlen amerikanische und europäische Leitlinien GLP-1-RA für Patienten mit Diabetes und bestehenden Herz- oder Gefäßerkrankungen, wenn das Standardmedikament Metformin den Blutzucker nicht mehr hinreichend senkt. Sie lassen sich mit Metformin, aber auch mit anderen blutzuckersenkenden Tabletten kombinieren. Gemeinsam mit dem Arzt kann jeder Patient die individuell beste Therapie finden. »GLP-1-RA eignen sich vor allem für Patienten mit Typ-2-Diabetes, die Herzprobleme haben«, betont Professor Dr. Baptist Gallwitz, Pressesprecher der Deutschen Diabetes Gesellschaft. Aber auch für stark Übergewichtige sowie für alle, die Unterzuckerungen auf jeden Fall vermeiden müssen – etwa Busfahrer oder Menschen, die große Maschinen bedienen –, seien die Substanzen eine gute Alternative.

Trotz allem wird in Deutschland bis heute noch häufig Insulin verschrieben, wenn auch ein Versuch mit GLP-1-Rezeptoragonisten möglich wäre. Gallwitz erläutert: »Zum einen dauert es natürlich eine Weile, bis die behandelnden Ärzte Erfahrungen mit neuen Therapien gemacht haben und diese gern einsetzen. Aber auch die Kosten spielen eine Rolle. Denn Ärzte müssen eher befürchten, ihr Budget zu überschreiten.« Um dies zu ändern, müsste laut Gallwitz die Gesundheitspolitik aktiv werden. Denn Insulin kann bis heute günstiger verschrieben werden.

Quelle: https://keilberg-apotheke-schneeberg.de/mitteilung/Medikamente_statt_Insulin

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